Bild: Radiologie
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Medizinischer Tätigkeitsbereich

Die Radiologie:

Das Fachgebiet Radiologie in einem großen Krankenhaus ist grundsätzlich zu verstehen als eigenständiges interdisziplinäres Bindeglied, das sich in der täglichen Auseinandersetzung mit den klinischen Fragestellungen und diagnostischen Aufgaben stets aufs Neue bewähren muß.


Die Radiologische Abteilung des Theresienkrankenhauses wird seit ihrem Beginn 1929 als selbständige Zentrale Röntgenabteilung geführt.
Die Vorteile einer diagnostischen Zentralabteilung im klinischen Alltag habe ich während meiner Facharztausbildung an dem Klinisch-Radiologischen Zentralinstitut der Universität Zürich in Erfahrung gebracht.
Ziel unserer Abteilung ist es, eine „klinische Radiologie“ zu betreiben, die unter besonderer Berücksichtigung der Anamnese und der klinischen Daten sowie durch das tagtägliche persönliche interdisziplinäre Gespräch gemeinsam mit dem Kliniker die krankheitsverursachende Diagnose zu stellen sucht. Im Mittelpunkt all unserer diagnostischen Bemühungen steht der uns anvertraute Patient.
Wir wollen dem Patienten helfen, mit einer einwandfreien behutsamen Untersuchung unter Einsatz der besten apparativen Technik, durch gut geschultes Personal sowie durch eine verantwortungsbewußte, subtile und zuverlässige Diagnostik. Unsere Diagnostik soll ein grundlegender Bestandteil für die weiteren Therapieentscheidungen sein.

Das direkt vom Neubau über den Hauptzugang erreichbare 1. Stockwerk unserer Abteilung beinhaltet neben der Patientenannahme und einer zentralen Leistungserfassung den gesamten Bereich der allgemeinen und speziellen Röntgendiagnostik einschließlich der Ganzkörpercomputertomographie.
In dem mit zwei hochleistungsfähigen „Work-station“ ausgestatteten „Hellraum“ erfolgt die Schnellbefundung sowie die Leitung aller Spezialuntersuchungen. Sämtliche Röntgenuntersuchungen werden bei uns in moderner digitaler Radiographietechnik durchgeführt.
Für die von uns speziell betriebene Diagnostik der weiblichen Brustdrüse zur möglichst frühen Erkennung des Mammakarzinomes steht ein neuestes Mammographiegerät zur Verfügung mit Ziel- und Vergrößerungstechnik sowie die Ultraschalldiagnostik und die Mamma-MRT.
Die praeoperative Drahtnadelmarkierung sowie die intraoperative Praeparatradiographie dienen der schnellen Auffindung sowie intraoperativen Verifizierung mit gleichzeitiger Lokalisation kleiner, nicht tastbarer Befunde im Exzisionspraeparat für die gezielte histologische Abklärung.
Die Dokumentation der im hypo- und normotonen Doppelkontrastverfahren durchgeführten Oesophagus-, Magen- und Darmdiagnostik sowie auch die spezielle Dünndarmdiagnostik erfolgt mit einem hochmodernen digitalen Durchleuchtungsgerät.
Gemeinsam mit unserer gastroenterologischen Abteilung wird die endoskopisch-radiologische Cholangio-Pankreatikographie durchgeführt.
Der spezielle urologische Arbeitsplatz ist mit einem universalen Untersuchungsgerät ausgestattet mit der Möglichkeit zur Tomographie.
Der hochmodern ausgestattete angiographisch-radiologische Arbeitsbereich umfasst zwei Arbeitsräume, die um einen zentralen Vorbereitungs- und Steuerungsraum liegen.
Mit zwei hochmodernen C-Bogen-Geräten besitzen wir ein optimales diagnostisches Konzept für die gesamte arterielle und venöse Gefäßdiagnostik sowie auch für die verschiedenen interventionellen, minimal invasiven Therapieverfahren und zwar mittels digitaler Subtraktionsangiographie.
Damit ist eine schnelle und schonende radiologische Gesamtabklärung möglich. Neben der cerebralen, thoracalen, abdominellen sowie auch peripheren arteriellen Angiographie mit den verschiedenen Katheterverfahren stellt die Phlebographie bei uns eine weitere wichtige diagnostische Untersuchungsmethode dar zur schlüssigen praetherapeutischen bzw. praeoperativen Abklärung der verschiedenen Varicosisformen und zur möglichst schnellen und sicheren Diagnostik der Thrombose.
Die percutane transluminale Angioplastie zur Behandlung der arteriellen Verschlußkrankheit wird in Absprache mit der Angiologie und Gefäßchirurgie von uns durchgeführt im Bereich der Becken- und femoropoplitealen Gefäßstrombahn, der Aorta abdominalis sowie bei Nierenarterienstenosen und Stenosen des bracheocephalen Bereiches.
Im Konsens erfolgt auch die lokale Katheterlyse arterieller Occlusionen.
Mit dem Multislice-CT verfügen wir über ein neuestes Hochleistungsgerät zur Untersuchung aller Körperregionen, einschließlich CT-Angiographien, Herzuntersuchungen sowie auch Vorsorgeuntersuchungen (Lunge, Darm).
Als besondere Option haben wir die Möglichkeit der Dental-CT zur 3D-Implantationsplanung.

Im 2. Stockwerk unserer Abteilung ist die Ultraschalldiagnostik untergebracht.
Mit zwei hochwertigen Sonographiegeräten wird die gesamte Diagnostik des Abdomens, des Retroperitonealraumes und des kleinen Beckens, der Schilddrüse, der weiblichen Brustdrüse sowie der Gelenke und die spezielle weitere sonographische Weichteildiagnostik wahrgenommen.
Für die ultraschallgezielte Feinnadelpunktion der Schilddrüse, der Mamma und der verschiedenen Organe des Abdomens steht ein spezieller Schallkopf zur Verfügung. Auf diesem Stockwerk befindet sich weiter die diagnostische Nuklearmedizin mit einem Isotopenlabor.
Die Abteilung ist mit einem hochmodernen, computergesteuerten, digitalen Großfeldkamerasystem mit der Möglichkeit der Emissionscomputertomographie ausgestattet.
Damit kann eine hochqualitative patientengerechte Diagnostik mit statischen und dynamischen Untersuchungen sowie auch quantitative Funktionsanalysen der Schilddrüse, der Lunge, der Leber und der Gallenwege sowie des Intestinums, der Nieren und des Skelettsystems sichergestellt werden, ebenso die bei uns interdisziplinär mit der Cardiologie durchgeführte Herzdiagnostik in Form der Ventrikel- und Myocardszintigraphie (unter voller Ausbelastung).
Die Kernspintomographie ist aus baulichen Gegebenheiten in einem speziellen abgeschlossenen Bereich unterhalb des Erdgeschoßes untergebracht.
Mit einem 1,5 T Kernspintomographen und der hochmodernen Cardio-MRT sind alle modernen Untersuchungen der Magnetresonanztomographie möglich, einschließlich ultraschneller MR-Angiographien mit der neuesten peripheren Spulentechnik sowie MR-Mammographien, MRCP und frühe, schnelle Schlaganfalldiagnostik mit Echoplanartechnik.
„Das wichtigste in der modernen Klinik ist das klinische Gespräch, an dem alle großen Fachabteilungen teilnehmen müssen“.
Gerade die verschiedenen bildgebenden diagnostischen Verfahren können ihre wirkliche Dimension und abschließende Bedeutung in vielen Fällen erst im Zusammenhang mit den klinischen Befunden und im persönlichen Gespräch erreichen. In einem modern ausgestatteten Demonstrationsraum, mit der Möglichkeit alle bildgebenen Verfahren synoptisch auf entsprechenden Großformatmonitoren direkt zu zeigen und zu erläutern, findet die allen Fachabteilungen unseres Hauses angebotene Demonstration und gemeinsame Besprechung statt.
Hier erfolgt die schnelle, direkte Befundmitteilung sowie das klärende Gespräch zur Indikationsstellung und zielgerichteten Einstufung der verschiedenen diagnostischen Maßnahmen. Unter fachkundiger kritischer Diskussion werden hier Krankheitsbilder und diagnostische Problemfälle direkt und schnell erörtert.

Neben der Krankenversorgung und der möglichst schnellen Weitergabe der erhobenen Befunde ist die Weiterbildung der ärztlichen Mitarbeiter zum Facharzt eine wesentliche Aufgabe. Die Anforderungen an Wissen und Können sowie an rational begründbaren Entscheidungen bei der Indikationsstellung, technischen Durchführung, Bildanalyse und klinischen Integration erfordern eine kontinuierliche Fortbildung. Diese erfolgt durch persönliche Anleitung sowie durch die Demonstrationen und Befundbesprechungen mit den verschiedenen Abteilungen, andererseits durch die pflichtmäßige Teilnahme und Mitgestaltung einer wöchentlich stattfindenden, abteilungsinternen Fortbildung („hot chair“), des weiteren durch die Möglichkeit der Teilnahme an Vorlesungen im Rahmen meiner Lehrtätigkeit. Ferner steht eine umfangreiche wissenschaftliche Sammlung von Krankheitsfällen und eine abteilungseigene Bibliothek mit Fachzeitschriften zur Verfügung.

Für die vertrauensvoll gewachsene, fruchtbare Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen der verschiedenen Fachrichtungen sind wir sehr dankbar. Mit Rat und Tat stehen wir jeder Zeit bei der Lösung diagnostischer Probleme zur Verfügung.
Den wichtigen Kontakt nach außen versuchen wir auch durch die Mitgestaltung an Colloquien oder in verschiedenen Arbeitskreisen immer wieder neu zu vertiefen.