Foto: JMG/pixelio

 

Was ist ...

Perinatalmedizin?
= die gesundheitliche Versorgung von Schwangeren und Fötus kurz vor und nach der Geburt (zwischen der 24. Schwangerschaftswoche und dem 7. Tag nach der Geburt)

Perinatalmedizin

Indikation

  • Diabetes in der Schwangerschaft
  • Bluthochdruck in der Schwangerschaft
  • Infektionserkrankungen in der Schwangerschaft
  • Vorzeitige Wehen mit Muttermundseröffnung und drohender Frühgeburt
  • Verdacht auf Fehlbildung des Babys in der Ultraschalldiagnostik
  • Beckenendlage oder Querlage des Babys
  • Geburtsplanung bei Risikoschwangerschaften
  • Mütterliche Erkrankung wie Beckenanomalie, extreme Kurzsichtigkeit oder Gerinnungsstörungen
  • Kaiserschnitt
  • Zwillingsschwangerschaft

 

Mögliche Untersuchungen

  • Ultraschall in der 19. bis 22. Schwangerschaftswoche mit Ausschluß von kindlichen Fehlbildungen (DEGUM Stufe II)
  • Ultraschall in der 29. bis 32. Schwangerschaftswoche entsprechend den Ultraschallrichtlinien
  • Ultraschalluntersuchungen bei auffälligen Befunden außerhalb der genannten Zeiträume
  • Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) und Chorionzottenbiopsie
  • Dopplersonographie von mütterlichen und kindlichen Gefäßen (arteriell und/oder venös)
  • Bestimmung der Muttermundslänge über Ultraschall
  • Beckenvermessung
  • Eingehende körperliche Untersuchung mit Beckenaustastung

 

Behandlungsmöglichkeiten (ambulant oder stationär)

  • Blutzuckereinstellung und Diabetesberatung
  • Bluthochdruckeinstellung und weitere -therapie
  • Wehenhemmung über Infusion oder Tabletten
  • Lungenreifeförderung beim ungeborenen Kind
  • Individuelle Therapien spezieller Erkrankungen oder Probleme

 

Planung der Geburt

  • Konventionelle Geburt ohne/mit anwesendem Kinderarzt möglich
  • Kaiserschnitt (unter Umständen mit anwesendem Kinderarzt oder in Kooperation mit der Kinderklinik)
  • Äußere Wendung bei Beckenendlage