Pränataldiagnostik

Indikation

  • Auffälliger Bluttest in der Frühschwangerschaft
  • Auffälliger Ultraschallbefund in der 20. bis 35. Schwangerschaftswoche
  • Alter der Mutter über 35 Jahre
  • Erbkrankheiten in der Familie

 

Fruchtwasser- oder Plazentapunktion

Bei einer Fruchtwasser-/Plazentapunktion bestehen relativ geringe Risiken (bei weniger als 0,5% der untersuchten Frauen treten Komplikationen auf): Gefahr des Blasensprungs, Entzündungsrisiko, Verletzungsrisiko des Babys, Verletzung von Blutgefäßen, Fehlgeburt). Wenn diese Untersuchung bei Ihnen ansteht erhalten Sie einen Aufklärungsbogen. Wenn Sie mit dem Eingriff einverstanden sind, können Sie den Bogen mit Ihrer Unterschrift an die behandelnden Ärzte zurückgeben.

Die Fruchtwasserentnahme/Plazentapunktion erfolgt durchschnittlich in der 16. bis 17. Schwangerschaftswoche. Dies hat wesentliche Vorteile für die Durchführung der Punktion wie auch für die danach stattfindende Zellaufarbeitung. Die Fruchtwasserentnahme wird ambulant durchgeführt und dauert insgesamt etwa drei bis vier Stunden: Zunächst erfolgen Ultraschalluntersuchung und Punktion, etwa zwei Stunden später eine nochmalige Kontrolle der Kindsbewegungen per Ultraschall.

Vorgehen bei der Punktion

Bei der Ultraschalluntersuchung wird die für den Eingriff am besten geeignete festgestellt. Nach der Desinfektion der Bauchdecke wird das Fruchtwasser/die Plazentazotten mit Hilfe einer Spezialpunktionsnadel gewonnen. Eine Gefahr der Verletzung des Babys besteht durch die unter Ultraschallkontrolle durchgeführte Punktion nicht. Bei jeder Fruchtwasserentnahme wird die Eiblase durch den Nadelstich eröffnet. Deshalb sollten Sie jede Anstrengung im Zeitraum innerhalb von zwei Wochen nach der Punktion meiden, da dadurch ein vorzeitiger Blasensprung ausgelöst werden könnte.