Was ist ...
Duplex-Sonographie?
= Ultraschall-Untersuchung der Gefäße an Armen, Beinen, Hals oder Bauch. Dabei können die Durchflussgeschwindigkeit des Blutes gemessen, Gefäßverengungen oder Veränderungen der Gefäßwand festgestellt werden
Kernspintomographie/ Magnetresonanztomographie?
= Magnetresonanztomographie, kurz MRT, ist ein bildgebendes Verfahren, das zur Darstellung von Struktur und Funktion von Gewebe und Organen eingesetzt wird. Es basiert auf der Kernspinresonanz (deshalb auch Kernspintomographie). Damit können Schnittbilder des Körpers erzeugt und dargestellt werden
Carotis?
= Halsschlagader
Stenose?
= Engstelle
Stent?
= Medizinisches Implantat, das in Gefäße eingebracht wird, um sie offen zu halten. Meist ein kleines Gittergerüst in Röhrchenform aus Metall und/oder Kunstfasern
Embolie?
= Plötzlicher Verschluß eines Gefäßes
Angioplastie?
= Ballonverfahren zur Erweiterung oder Wiedereröffnung von verengten oder verschlossenen Blutgefäßen
Lumen?
= innere, „lichte“ Weite des Innenraums von Gefäßen
Bypass?
= Eine Überbrückung einer bestehenden Engstelle
Verengung der Halsschlagadern, Schlaganfall
Verengungen der Halsschlagadern können zu regionalen Durchblutungsstörungen des Gehirns und damit zu einem Schlaganfall führen. Beim Schlaganfall besteht eine Durchblutungsstörung des Gehirns. Etwa 200.000 Patienten erleiden jährlich in Deutschland einen Schlaganfall.
Als Vorboten eines größeren Schlaganfalles kommt es häufiger zu kleineren Ausfallserscheinungen wie Sehstörungen, Sprachstörungen oder Lähmungen der Arme oder Beine. Sie werden durch Embolien ausgehend von den Einengungen der Halsschlagadern verursacht.
Wie kann ich einen Schlaganfall verhindern?
Verengungen der Halsschlagadern (Carotiden) können leicht durch einen einfachen und ungefährlichen Ultraschall (Duplexsonographie) erkannt werden. Eventuell muss auch eine Kernspinuntersuchung der Halsschlagadern erfolgen. Wird eine hochgradige Einengung der Halsschlagadern festgestellt, so muss eine Operation durchgeführt werden. Die Operation kann auch älteren Patienten ohne weiteres zugemutet werden.

- Präoperative Carotisangiographie mit hochgradiger Stenose
Aktueller Stand der Behandlung von Halsschlagadereinengungen (Carotisstenosen)
Seit etwa zehn Jahren wird neben der bewährten Carotis-Ausschälplastik (Carotis-TEA) zunehmend auch eine Aufdehnung und Stent-Implantation von Carotisstenosen durchgeführt. Groß angelegte Studien zeigen gute Ergebnisse für die Carotisangioplastie. Beide Methoden werden an unserer Abteilung verwendet. Die Entscheidung für eine bestimmte Methode trifft der Patient gemeinsam mit dem Operateur.
Seit Herbst 2009 bieten wir unseren Patienten die Teilnahme an einer europaweiten Studie (ACST 2) zur Wertigkeit der interventionellen Stent-Angioplastie der Halsschlagader an.
Carotis-TEA
Bei der Operation wird die Halsschlagader über einen Längsschnitt freigelegt und die Engstelle ausgeschält. Die Halsschlagader wird nach verschiedenen Techniken wieder verschlossen. Insgesamt handelt es sich um einen wenig belastenden Eingriff. Der stationäre Aufenthalt beträgt etwa fünf Tage. Nach der Operation wird ein so genannter Thrombozytenaggregationshemmer (Aspirin oder Clopidogrel) lebenslang eingenommen.

- Postoperative Kontrollangiographie

- Intraoperative Gefäßrekonstruktion
Ballondilatation (PTA)
Hierbei wird in einem verengten Gefäßabschnitt durch eine Ballonerweiterung das Lumen des Gefäßes vergrößert beziehungsweise wieder eröffnet. Bei der Carotisangioplastie wird ein Stent implantiert, um das Gefäß offenzuhalten und das Ablösen von kleinen Gefäßpartikeln zu verhindern. Die Aufdehnung erfolgt über einen Zugang an den Leistenschlagadern mit langen Kathetern und sogenannten Schleusen.
