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Theresienkrankenhaus und St. Hedwig-Klinik offenbaren spannende Einblicke

Mehr als 1.000 Besucher beim Tag der offenen Tür

   

25.10.2017

Einen fantastischen Blick über Mannheim durften die Besucher des großen Tages der offenen Tür am Mannheimer Theresienkrankenhaus und der zugehörigen St. Hedwig-Klinik erhaschen: Zum Abschluss des informativen Rundgangs über das Klinikgelände wurden die Besucher in Kleingruppen auf den Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des 9. Stocks des Theresienkrankenhauses geführt, um in mehr als 30 Metern Höhe ein atemberaubendes Erinnerungsfoto schießen zu können. Aber nicht nur der Landeplatz war sehenswert, sondern auch die zahlreichen Bereiche, Stationen und Abteilungen des Krankenhauses, die ungewöhnliche Einblicke boten. Mehr als 1.000 Besucher waren zwischen 10 Uhr und 15 Uhr unterwegs, um die beiden Kliniken zu besichtigen.

Bereits in der Eingangshalle tummelte sich das Publikum, unter anderem um sich von den Anästhesisten und Notfallmedizinern Überwachungsgeräte und Betten für Intensivpatienten erklären zu lassen. So lässt sich ein solches Intensivbett um die eigene Achse drehen, so dass ein Patient mit multiplen Verletzungen möglichst schonend gelagert werden kann. Am benachbarten Stand zeigten die Hygienemitarbeiter, was in einem modernen Krankenhaus alles für die Hygiene getan wird. So konnten sich die Besucher selbst daran versuchen, die eigenen Hände mit Desinfektionsmittel möglichst umfassend zu reinigen. Der Blick unter die Schwarzlichtlampe offenbarte, wo noch "schmutzige" Stellen sind.

Einen Stock höher screenten die Gefäßchirurgen bei interessierten Besuchern die Aorta, um eventuelle Engstellen aufzeigen zu können. Organerhaltende Therapien bei Prostatakrebs präsentierten die Urologen, die mittels der HIFU-Methode gezielt Tumore behandeln können. Im Nachbargebäude präsentierte sich das neu etbalierte Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung den Gästen. Dort zeigte ein Chirurg an einem Kniemodell, wie eine Knieendoprothese eingesetzt wird. Ergänzt wurden die Operateure von den Physiotherpeutinnen, die im Nachgang einer Operation tätig werden und den Patienten wieder auf die Beine helfen.

High-Tech-Schlafmedizin im Schlaflabor zur Erkennung von Atemproblemen während der Nacht, Demonstrationen im Herzkatheterlabor zur Elektrophysiologie und Schrittmacherimplantation, eine Besichtigung der neuen Endoskopieräume bis hin zur nachgestellten Wirbelsäulenoperation hatten die Mitarbeiter des Theresienkrankenhauses viele Stationen aufgebaut, an denen die Gäste einen Einblick in die facettenreiche Arbeit an einem Krankenhaus gewinnen konnten. Nicht zuletzt der begehbare Darm im Festsaal des Krankenhauses war einen Blick wert, denn in beeindruckender Größe zeigte das Organmodell die Feinheiten des Darminnenlebens. Passend dazu präsentierten die Mitarbeiter des Darmkrebszentrums moderne Behandlungsmöglichkeiten bei Tumoren im Verdauungstrakt. Sollte doch mal eine Operation notwendig sein, passiert dies meist mit minimalinvasiven Methoden. Die Operateure zeigten, wie eine Laparoskopie funktioniert: mit scherenähnlichen Geräten werden sensible Werzeuge im inneren des menschlichen Körpers bedient. Daran konnten sich auch die Besucher versuchen, die an einem Laparoskopiemodell ihre Fingerfertigkeit testen konnten.

Technologie der Spitzenklasse wartete im Untergeschoss des Theresienkrankenhauses, wo die Radiologen ihr neues, weltweit einziartiges MRT vorstellten. Ganz anschaulich, an einer Ananas sowie Äpfeln und Birnen, zeigten die MTRAs die kontrastreichen Bildgebungsmöglichkeiten des 3-Tesla-Geräts. Schicht für Schicht offenbarte die Anzeige neue Schnittbilder durch das Obst. Und auch die Stärke des Magneten konnten die Besucher mit eigenen Kräften messen: An einer Schnur wurden drei Büroklammern in die Nähe des MRT-Magneten gehalten. Folglich schwebten die Klammern in der Mitte des Messfelds und erforderten vom Haltenden einiges an Kraft, um der Anziehungskraft des Magneten zu widerstehen. Ebenfalls einen schönen Eindruck boten die mehr als 50 historischen Fotografien aus dem Theresienkrankenhaus und der St. Hedwig-Klinik, die den Besuchern in der Verwaltung des Hauses gezeigt wurden sowie einige Pflegekräfte, die historische Schwesterntrachten trugen.

Weit über hundert Besucher waren auch in die St. Hedwig-Klinik gekommen, um dort Einblicke in Gynäkologie und Geburtshilfe zu erhalten. So stießen vor allem die zugänglichen Kreißsäle auf Interesse. Hebammen und Ärzte erläuterten Fragen zur Geburt und insbesondere auch zu Narkoseverfahren. Am Ende blieben für viele Besucher zahlreiche spannende Eindrücke von moderner Medizin und christlicher Pflege. (ckl)