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Bilder von starken Frauen in der St. Hedwig-Klinik

Fotos helfen Krebspatientinnen ihre Situation zu verstehen

   

17.10.2017

Eine Vernissage mit sehr ungewöhnlichen Bildern fand Anfang Oktober in der Mannheimer St. Hedwig-Klinik statt. Immer drei Motive ergaben ein Gesamtkunstwerk: ein kleines Schwarz-Weiß-Foto einer Frau, die gerade erfahren hat, dass sie Brustkrebs hat. Daneben hängt ein großformatiges Farbfoto derselben Frau, nachdem sie erfolgreich gegen den Krebs behandelt wurde und sie wieder glücklich im Leben steht. Ergänzt werden diese beiden Bilder durch einen persönlichen Text der dargestellten Frau, die handschriftlich Eindrücke zu ihrer Krebserkrankung zu Papier gebracht hat. Sieben dieser zusammengestellten Motive hängen derzeit in der St. Hedwig-Klinik und sollen Frauen Mut machen, die ebenfalls an Brustkrebs erkrankt sind.

Die Fotos wurden von den beiden Fotografen Arnold Widera und Andreas Schuhmacher gemacht und waren eine Auftragsarbeit. "Die Diagnose Brustkrebs ist für eine Frau eine der schlimmsten Nachrichten, die sie im Leben erhalten kann. Die ärztliche Betreuung und Aufklärung hat das oberste Ziel die Frau einfühlsam über die Erkrankung zu informieren, die weiteren Therapieschritte zu vermitteln und Ängste zu nehmen", erklärte Dr. Axel Gerhardt, Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe an der St. Hedwig-Klinik: "Ich stellte mir die Frage, ob nicht ein professionelles ästhetisches Foto bei einer schonenden Aufklärung einer Patientin helfen kann". Innerhalb weniger Tage fanden sich über das Internet sieben Frauen, die bereit waren, sich in diesem Kontext darstellen zu lassen. "Es entstanden kleine Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die das Gefühl der Diagnoseübermittlung widerspiegeln und große Buntaufnahmen, die das neue Lebensgefühl der Patientinnen nach abgeschlossener Therapie vermitteln", so Dr. Gerhardt: "Diese nutze ich mit großem Erfolg bei meinen Aufklärungsgesprächen mit neuen Patientinnen, denn sie erhalten dadurch Hoffnung und Zuversicht". Fotograf Arnold Widera hat seine Fotografien deshalb "Mutmacherbilder" genannt. (ckl)