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Prof. Dr. Peter Kienle als Chefarzt eingeführt

Zuständig für die Abteilung Allgemein- und Visceralchirurgie

   

22.03.2018

Die Abteilung Allgemein- und Visceralchirurgie des Theresienkrankenhauses erhielt zu Beginn des neuen Jahres eine neue Führung. Nach dem sehr plötzlichen Tod des vorhergehenden Chefarztes Dr. Gunther Schwall, der Anfang Januar planmäßig in den Ruhestand gehen wollte, trat sein Nachfolger Prof. Dr. Peter Kienle etwas früher an, um die verwaiste Abteilung unter seine Fittiche zu nehmen. Nach zwei Monaten in der neuen Position und nachdem sich die Trauer um den hochgeschätzten Vorgänger etwas gelegt hat, feierte das Theresienkrankenhaus Anfang März offiziell den Einstand des Chefarztes der Chirurgie Prof. Dr. Peter Kienle mit einem Empfang im Festsaal der Klinik.

120 Gäste waren der Einladung von Generaloberin Schwester Birgitta Stritt und Geschäftsführerin Dipl.-Kff Abir Giacaman gefolgt, darunter viele ehemalige und neue Kollegen aus der Chirurgie. Begleitet durch die festliche Musik eines Streichquartetts aus Musikern des Nationaltheaters leisteten mehrere Redner einen Beitrag zum Abend. Geschäftsführerin Dipl.-Kff. Abir Giacaman erinnerte zunächst an den verstorbenen Chefarzt und dessen bewunderswerter Einstellung zu seinem Beruf: "Neben Ihrer eigentlichen, offiziellen Funktion als Chefarzt der Allgemeinchirurgie, die Sie mit großer Sorgfalt und Qualität erfüllt haben, waren Sie für mich eine Art Gewissen, ein Barometer für Ethik und ein Kompass in den turbulenten Zeiten unserer Branche", sagte Abir Giacaman. In einer berührenden Schweigeminute für Dr. Gunther Schwall ehrte das Publikum den Verstorbenen. Die Geschäftsführerin berichtete anschließend, was sie bei der Suche nach einem Chefarzt-Nachfolger über Prof. Dr. Peter Kienle gehört hatte: "Man sagte, es verbindet Sie mit unserem Haus, dass was man Chemie nennt: ein gemeinsames Verständnis für eine moderne und zugleich individuelle, humane Medizin. Wir sind überzeugt, auch nach unseren ersten gemeinsamen Tagen mit Ihnen, dass Sie sowohl die fachlichen als auch die menschlichen und die zwischenmenschlichen Voraussetzungen mitbringen und erfüllen".

Auch der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Markus Haass hieß seinen neuen Kollegen willkommen. Der verglich die Besetzung einer Chefarztposition mit der Suche nach einem geeigneten Formel-1-Piloten. Nachdem der Rennstall - also das Krankenhaus - seinen bevorzugten Kandidaten gefunden hat, müsse man zeigen, dass man konkurrenzfähig sowie technisch und finanziell gut aufgestellt ist und dem Kandirdaten eine viel versprechende Zukunft bieten kann. "Um dauerhaft erfolgreich zu sein, müssen wir am Theresienkrankenhaus für die einzelnen Fachrichtungen die besten Piloten haben. Und den haben wir mit Prof. Kienle für die Allgemein- und Visceralchirurgie gewinnen können", lobte Prof. Haass.

Auch Prof. Dr. Jochen Rudi, Chefarzt der Gastroenterologie und Partner von Prof. Kienle im Darmkrebszentrum, lobte die Arbeit und das Wesen des neuen Kollegen. Schon sehr früh habe es Kontakte und Überlegungen gegeben, den Oberarzt als Chefarzt am Theresienkrankenhaus zu verpflichten. Der Stadtrat und ehemalige Chefarzt Prof. Dr. Achim Weizel ging in seinem Grußwort auf die veränderte politische Situation in der Krankenhausfinanzierung ein, die ein Überleben für alle Häuser sehr schwierig mache. Dabei lobte er die Vielfalt der Krankenhäuser in Mannheim, die im Sinne der Patienten gewahrt bleiben müsse. "Das Theresienkrankenhaus ist in Mannheim unentbehrlich. Sie haben mit der Auswahl Ihrer Chefärzte stets hohe Kompetenz bewiesen", sagte Prof. Weizel.

Der ehemalige Vorgesetzte von Prof. Kienle Prof. Dr. Stefan Post, Direktor der Chirurgischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim, gratulierte dem Theresienkrankenhaus zu seiner Wahl. Mehr als 20 Chirurgen, die ihre Ausbildung unter seiner Anleitung absolviert haben, seien mittlerweile zu Chefärzten geworden, aber Prof. Dr. Peter Kienle sei der "Besonderste". Er sei ein enthusiastischer und akribischer Chirurg, der stets im Sinne seiner Patienten handele.

Prof. Kienle dankte für die lobenden Worte und gedachte zunächst seinem Vorgänger: "Ich trete in große Fußstapfen, da Dr. Schwall mit großer ethischer Verantwortung gearbeitet hat. Ich werde alles tun, um die an mich gerichteten Erwartungen zu erfüllen", blickte Prof. Kienle in die Zukunft. Hauptanliegen seien ihm der Ausbau der Behandlung von Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen sowie auch der visceralen Onkologie. (ckl)