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Gefäßchirurgie unterstützt Studie

Periphere arterielle Verschlusskrankheit im Fokus

   

27.06.2018

Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) gründete 2009 das Deutsche Institut für gefäßmedizinische Gesundheitsforschung (DIGG) zur Förderung wissenschaftlicher Aufgaben in der Gefäßmedizin. Das DIGG führt derzeit die sogenannte IDOMENEO-Studie durch, die versorgungrelevante Fragen für Patienten mit peripher arterieller Verschlusskrankheit klären soll. Im Rahmen dieser Studie sollen industrieunabhängig insgesamt 10.000 Menschen befragt werden. Die Studie wird seitens des Wissenschaftsministerium in Berlin gefördert und finanziert sich aus öffentlichen Mitteln.

Die Abteilung Gefäß- und Endovascularchirurgie des Theresienkrankenhauses ist nun zur Teilnahme an der umfangreichen Studie ausgewählt worden. Insgesamt sollen die Ergebnisse aus 40 bundesweiten Gefäßzentren in die Studie einfließen. Darunter sind ausschließlich zertifizierte Fachkliniken mit hoher Patientenzahl, exzellenter Expertise und entsprechendem OP-Aufkommen.

"In Deutschland existieren mehr als 200 Kliniken mit Gefäßabteilungen. Wir freuen uns, dass wir ausgewählt wurden und die Studie unterstützen können", erklärt der leitende Oberarzt Dr. Stefan Kennel. Das Bewerbungsverfahren durchläuft mehrere aufwendige Stufen und prüft die Infrastruktur der teilnehmenden Krankenhäuser ab. So muss ein Krankenhaus beispielsweise über einen Hybrid-OP mit der Möglichkeit der offenen und endovasculären Gefäßtherapie verfügen und eine Mindestanzahl an Patienten mit peripher arterieller Verschlusskrankheit vorweisen können.

Die Studie läuft über drei Jahre und soll Antworten zu folgenden Stichpunkten zur Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit geben:

  • Prüfung von Qualitätsindikatoren der AVK-Therapie
  • Langzeitvergleich verschiedener Behandlungsverfahren
  • Häufigkeit von KomplikationenImplementierung eines Benchmarking-Konzepts
  • Gesundheitsökonomische Fragen

(Dr. Stefan Kennel/ckl)