Deutsch
English

Medizinische Fachabteilungen

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Behandlungs- und Versorgungsschwerpunkte auf einen Blick:

Chirurgie bösartiger Tumore

Chirurgie bösartiger Tumore der Verdauungsorgane
(Darmkrebs, Magenkrebs, Speiseröhrenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs)

Im Rahmen der interdisziplinären Tumorkonferenz werden jede Woche alle Tumorpatienten besprochen und eine dem heutigen Wissensstand entsprechende Therapie empfohlen . Insgesamt hat sich die Prognose der bösartigen Tumore des Verdauungstrakts in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert, zum Beispiel ist die Heilungsrate beim Endarmkrebs von um die 50% auf ungefähr 70% angestiegen. Dieses liegt daran, dass je nach Tumorstadium unterschiedliche Therapien, zum Teil als Kombinationstherapien und auch zum Teil zeitlich versetzt eingesetzt werden. Dieses erfordert eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Abteilungen, was in einem Haus der Zentralversorgung (zweithöchste Versorgungsstufe), wie es das TKH ist, gewährleistet ist. Die Chirurgie bietet in diesem Kontext einen wertvollen Beitrag, wobei der Einfluß auf die Heilung auch vom Stadium der Erkrankung abhängt. Generell gilt, je früher das Stadium, desto eher kann die Chirurgie (oder auch Endoskopie durch den Gastroenterologen) alleine heilen, je fortgeschrittener der Tumor desto mehr sind andere Therapieformen zusätzlich oder alleine notwendig (Chemotherapie, Strahlentherapie). Unsere Abteilung stehen alle gängigen technischen Möglichkeiten zur Verfügung. So wird auch in Kürze die sogenannte HIPEC-Behandlung einführen, bei der nach Entfernung von Tumor am Bauchfell eine Chemotherapie mit Hitze im Bauchraum bei fortgeschrittenen Tumoren appliziert wird.

Gerne beraten wir Sie über die verschiedenen Optionen in unserer Sprechstunde (onkologische Sprechstunde, auch für Kassenpatienten mit Überweisung beim Chefarzt möglich).

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
(Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Divertikulitis

Die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sind seit Anfang des Jahres 2018 ein besonderer Schwerpunkt der Abteilung. Natürlich werden diese Erkrankungen zunächst in den meisten Fällen konservativ mit Medikamenten behandelt. Aber dennoch müssen die Mehrheit der Patienten mit Morbus Crohn und knapp 20% der Patienten mit Colitis ulcerosa irgendwann mal operiert werden. Viele der Operationen können minimal invasiv, also nur mit kleinen Schnitten durchgeführt werden, manchmal ist aber auch ein größerer Schnitt notwendig.

Durch die vielen neuen Medikamente auf dem Markt hat sich die Situation für Patienten mit CED verbessert, allerdings kann es dadurch auch immer wieder zu einer Verzögerung in der Indikationsstellung für notwendige Operationen kommen. Daher ist eine enge Vernetzung mit den niedergelassenen Kollegen (v.a. Gastroenterologen, Internisten und Hausärzten) zwingend erforderlich. Dieses wird durch eine hohe Vortragsaktivität des Chefarztes und Teilnahme an zahlreichen interdisziplinären Expertenrunden mit einer engen Vernetzung der Ärzte, die Patienten mit CED schwerpunktmäßig medikamentöse behandeln, gewährleistet. Ausserdem besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem EDZ in Mannheim, um auch proktologische Probleme von Patienten mit CED professionell behandeln zu können.

Prof. Kienle beschäftigt sich seit 25 Jahren sehr intensiv mit Colitis ulcerosa und Morbus Crohn und ist von der DCCV , der Patientenselbsthilfeorganisation für diese Erkrankungen, als einer von drei chirurgischen Sprechern ernannt worden. Zudem hat er in den aktuellen deutschen Leitlinien für Morbus Crohn (2014) und den bald erscheinenden neuen deutschen Leitlinien für Colitis ulcerosa jeweils als Leiter für den Bereich Chirurgie fungiert.

Mehrere Studien haben in den letzten Jahren zeigen können, dass die chirurgischen Ergebnisse komplexerer CED-Chirurgie (größere Darmentfernungen bei Morbus Crohn und Pouchchirurgie bei Colitis ulcerosa) durch die Fallzahlen eines Krankenhauses beeinflußt werden. Prof. Kienle hat in seiner langjährigen Tätigkeit mittlerweile weit über 1000 größere Crohnresektionen und über 500 Pouchoperationen durchgeführt. Zudem hat er sich auch wissenschaftlich intensiv mit CED beschäftigt und wird dieses auch weiter an seiner neuen Wirkungsstätte am TKH  tun.

Die Divertikulitis war schon lange Schwerpunkt der Abteilung, auch unter Dr. Schwall, dem geschätzten Vorgänger des jetzigen Stelleninhabers. Schon Dr. Schwall stellte die Indikation zur operativen Therapie bei der Divertikulitis eng und wird mittlerweile durch viele aktuelle Leitlinien in seinem Vorgehen bestätigt. Dennoch gibt es auch weiterhin Indikationen für eine chirurgische Therapie, welche in der Regel mit Schlüssellochchirurgie erfolgt, die gut abgewogen werden sollten.

Gerne beraten wir Sie über die verschiedenen chirurgischen Optionen in unserer Sprechstunde (CED Sprechstunde, auch für Kassenpatienten mit Überweisung beim CA möglich).

Beckenbodenerkrankungen

Beckenbodenerkrankungen (Darmvorfall, Entleerungsstörungen)

Eine Vielzahl von Menschen leiden unter Beckenbodenerkrankungen, wobei die Mehrheit gut konservativ behandelt werden kann. Einige Erkrankungen, wie zum Beispiel der drittgradige Endarmvorfall (Rektumprolaps III°), erfordern aber zwingend primär eine chirurgische Therapie. Hier existieren eine Vielzahl von etablierten Operationen, wobei die Entscheidung, welche Operation nun auszuwählen ist, durchaus schwierig sein kann und von der Erfahrung des Chirurgen abhängen. Im TKH werden alle gängigen Operation durchgeführt (Resektionsrektopexie, OP n. d’Hoore, OP nach Delorme, OP nach Altemeier, OP n. Wells).
Bei der Entleerungsstörung stehen die chirurgischen Maßnahmen ganz am Ende der Behandlungskaskade. Bei adäquater Indikationsstellung kann aber auch hier dann bei besonderen Situation mit einer Operation geholfen werden. Komplexe Probleme werden in unserem Kontinenzzentrum  mit den urologischen und gynäkologischen Partnern besprochen und dann ein interdisziplinäres Behandlungskonzept festgelegt.

Gerne beraten wir Sie über die verschiedenen Behandlungsoptionen in unserer Sprechstunde (Beckenbodensprechstunde, auch für Kassenpatienten mit Überweisung beim CA möglich, Kontinenzzentrum).

Gallenblasen-und Gallenwegserkrankungen

Gallenblasen-und Gallenwegserkrankungen

Ein Schwerpunkt des Krankenhauses ist die Versorgung von Patienten mit Gallenblasensteinen, -entzündungen und Gallenwegserkrankungen (>200 Eingriffe pro Jahr). Hier besteht eine enge Kooperation mit der Abteilung für Gastroenterologie.  Die überwiegende Mehrheit der Eingriffe wird mit Schlüssellochchirurgie durchgeführt.


Bauchwandbrüche

Bauchwandbrüche
(inklusive Leistenbrüche, Narbenbrüche, Stomabrüche und Zwerchfellbrüche mit Refluxerkrankung)

Ein Schwerpunkt des Krankenhauses ist die Versorgung von Bauchwandbrüchen, wobei hier alle gängigen Verfahren angeboten werden.

 

Leistenbruch:

  • offen mit Schnitt von der Leiste aus, ohne Netz (OP nach Shouldice) und mit Netz (OP nach Lichtenstein)
  • minimalinvasiv über den Bauch mit Netz, über den eigentlichen Bauchraum (TAPP), über Schaffung eines Raums zwischen Bauchfell und Bauchwand (TEP)

 

Narbenbruch:

 

  • offen mit Schnitt, ohne (Fasziendopplung) und mit Netz (Sublayimplantation)
  • minimalinvasiv mit beschichtetem Netz als IPOM-Technik

 

Stomabruch:

  • offen mit Netz als Sandwich-Technik oder als Technik mit Schornstein, Umlegen des Stomas auf Gegenseite (Ausnahmeindikation)
  • minimalinvasiv mit Netz als Sandwich-Technik oder als Technik mit Schornstein

 

Zwerchfellbruch/Refluxerkrankung:

  • minimalinvasiv mit Rekonstruktion Zwerchfelldurchtritt (Pfeilerplastik) und Manschetten- (OP nach Nissen) oder Teilmanschettenbildung (OP nach Dor oder OP nach Toupet), bei großen Zwerchfelldefekt auch unter Einbringen eines Kunststoff- oder Bionetzes
  • sehr selten als offene OP, nur nach großen Voroperationen

Endokrine Operationen

Endokrine Operationen
(Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebenniere)

Alle gängigen Schilddrüsen-und Nebenschilddrüsenoperationen inklusive Tumoroperationen mit Entfernung der Lymphknoten am Hals werden durchgeführt. Standardmäßig wird ein sogenanntes Neuromonitorung (Ableiten eines Signals nach elektrischer Stimulation des Nervens) gemacht, mit der der Stimmbandnerv in der Operation identifiziert und damit potentiell besser geschont werden kann.
Nebennierenoperationen erfolgen minimal invasiv entweder über einen laparoskopischen Zugang über den Bauch oder über den Rücken, in Abhängigkeit davon ob schon Operationen über den Bauch vorher erfolgt sind.


Postanschrift
Theresienkrankenhaus und St. Hedwig-Klinik GmbH
Allgemein- und Viszeralchirurgie
Bassermannstraße 1
68165 Mannheim

Chefsekretariat
1. Obergeschoss, Zimmer 107
Chefsekretärin Simone Deutsch
Telefon: (0621) 424-4252
Telefax: (0621) 424-4777
E-Mail: sek.ac
@theresienkrankenhaus.de

Leitstelle Allgemeinchirurgie
Stock (Neubau, Station 6A)
Telefon: (0621) 424-4567
E-Mail: leitstelle.ac
@theresienkrankenhaus.de

Zertifizierte Beratungsstelle der Deutschen Kontinenzgesellschaft e.V.
Dr. med. Ursula Lihs
Telefon: (0621) 424-4567

Befundarchiv
Obergeschoss, Zimmer 101
Telefon: (0621) 424-4259

Station 6A
6. Obergeschoss
Telefon: (0621) 424-4246

Station 7A
7. Obergeschoss
Telefon: (0621) 424-4260

Zertifiziertes Darmkrebszentrum nach DKG