Deutsch
English

Exzellenzzentren

Darmkrebszentrum bündelt Kompetenzen

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 71.000 Menschen an Darmkrebs. Damit ist Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung sowohl bei Frauen wie bei Männern. Etwa 29.000 Menschen sterben jährlich daran. Diese Zahl ist erschreckend, da Darmkrebs in vielen Fällen heilbar ist, wenn er in einem frühen Stadium erkannt und richtig behandelt wird. Um optimale Heilungsergebnisse zu erreichen, erfordert die Behandlung von Darmkrebs eine besonders intensive Zusammenarbeit vieler medizinischer Fachgebiete. Es ist deshalb sinnvoll, die Behandlung an spezialisierten Zentren zu konzentrieren. Im Darmzentrum des Theresienkrankenhauses führen wir die Kompetenzen verschiedener Fachrichtungen zusammen, um unseren Patienten die bestmögliche Therapie nach modernsten Standards anzubieten. Das Darmkrebszentrum ist zertifiziert nach DIN ISO 9001:2008.

Unsere Ziele

  • Behandlung der Patienten auf der Basis von medizinischen Leitlinien
  • Umfassende Betreuung des Betroffenen und seiner Angehörigen
  • Optimierung der Therapiekonzepte
  • Zeitnahe Durchführung von Diagnostik und Therapie
  • Erhöhung der Heilungschancen
  • Enge Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten
  • Aufklärung der Bevölkerung

Diagnose

Was ist Darmkrebs?

Darmkrebs ist ein bösartiger Tumor im Dickdarm (Kolonkarzinom) oder im Mastdarm (Rektumkarzinom). Darmtumore entstehen zu rund 90 Prozent aus zunächst gutartigen Darmpolypen.

Früherkennung

Darmpolypen kann man frühzeitig erkennen und damit Darmkrebs verhindern. Bitte nehmen sie daher die Früherkennung wahr und sprechen Sie Ihren Hausarzt an. Die zurzeit effektivste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs ist eine Darmspiegelung (Koloskopie). Damit lässt sich Darmkrebs wirksam verhindern oder frühzeitig erkennen.

Diagnose

Besteht der Verdacht auf Darmkrebs, erhalten Sie innerhalb weniger Tage einen Termin. Hier stehen alle Möglichkeiten zur Verfügung, um die Diagnose zu sichern und das Stadium der Krankheit zu bestimmen. Dazu gehören unter anderem Endoskopie, Koloskopie, Ultraschall, MRT, Computertomographie, Röntgen und Endosonographie.

Therapie

Tumorkonferenz

In der wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenz werden die Befunde jedes Patienten von Fachärzten der verschiedenen Abteilungen diskutiert. Auch die Ärztin oder der Arzt Ihres Vertrauens sind herzlich eingeladen, an der Tumorkonferenz teilzunehmen. So fließt das medizinische Wissen und die breite ärztliche Erfahrung verschiedener Experten in die Behandlung ein. Gemeinsam legen die Mediziner einen individuell angepassten Therapieplan fest, den sie mit Ihnen ausführlich besprechen.

Operation

Bei Darmkrebs in einem frühen Stadium kann durch eine Operation oft schon eine vollständige Heilung erreicht werden. Wichtigste Ziele sind die vollständige Entfernung des Tumors und die Erhaltung der Funktionsfähigkeit des Darms.

Chemotherapie

Die Chemotherapie wird oft eingesetzt, um den Erfolg der Operation zu sichern. Mehr als 95% der Chemotherapien führen wir ambulant durch, damit Sie in Ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Wir bieten auch innovative Antikörpertherapien zur generellen und individuellen Tumorzellbekämpfung an.

Strahlentherapie

Sie wird meist in Kombination mit der Chemotherapie vor der Operation eingesetzt, um den Tumor zu verkleinern.

Beraten und Mut machen

Psychosoziale Betreuung

Die Diagnose Darmkrebs erleben die Betroffenen häufig als tiefen Einschnitt in Ihrem Leben, der in seiner Intensität und Bedrohlichkeit kaum mit einer anderen Lebenserfahrung vergleichbar ist. Wir möchten Sie und Ihre Angehörigen dabei unterstützen, die körperlichen und seelischen Belastungen besser zu bewältigen. Seelsorger und Psychoonkologen stehen Ihnen zur Seite. Der Sozialdienst berät Sie in allen sozialrechtlichen Fragen und organisiert Reha-Maßnahmen und Kuren. Physiotherapeuten fördern die körperliche Regeneration. Speziell ausgebildetes Pflegepersonal betreut Sie während des Klinikaufenthaltes. Unsere Ernährungs- und Stomaberater unterstützen Sie bei Fragen im praktischen Alltag. Wir vermitteln auch den Kontakt zu Selbsthilfegruppen in der Region.