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Assoziiertes Wundzentrum

Logo der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung

Das Mannheimer Theresienkrankenhaus war eines der ersten deutschen Krankenhäuser mit der die Anerkennung der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung undWundbehandlung e.V. (DGfW) als Wundzentrum. Voraussetzung dafür ist es, die Diagnostik und Therapie der Grunderkrankung und die Wundtherapie auf Basis von wissenschaftlich belegtem Wissen durchzuführen.

Die Abteilung Gefäß- und Endovascularchirurgie unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Matthias Heinrich Tenholt die erste Anlaufstelle in der Region für Menschen mit chronischen Wunden.

Dabei sind meist Arterien, Venen oder die Lymphgefäße in ihrer Funktion eingeschränkt. Je nach Ursache, Position und Ausmaß einer Wunde sind spezielle Therapiemaßnahmen notwendig, die nicht nur den Wundbereich selbst betreffen, sondern auch die umliegenden Blutgefäße, welche die umgebende Körperregion mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Zur Abklärung nutzen die Ärzte der Abteilung umfangreiche diagnostische Methoden, darunter die hochauflösende Duplexsonographie und Venenverschlussplethysmographie. Gibt es Hinweise auf eine Lympherkrankung werden auch Lymphfloureszenzangiographien durchgeführt. Dabei werden geringste Mengen eines Farbstoffs unter die Haut injiziert und der Abtransport des Farbstoffes per Laserkamera beobachtet.

Um eine rasche Wundheilung zu gewährleisten, sind speziell geschulte Ärzte und Pflegekräfte nötig, die gemeinsam mit dem Patienten die individuell passende Therapie beraten und ihn während der Therapieumsetzung begleiten. Je nach Wundursache kommen verschiedene Therapiemaßnahmen zum Einsatz. So werden Engstellen in den zuleitenden Arterien beseitigt oder durch neue Gefäße überbrückt. Dies kann durch minimal-invasive Katheterverfahren oder eine klassische Bypass-Operation erfolgen. Entsteht die Wunde aufgrund einer Schwäche der Venenklappen sind auch hier die Gefäßchirurgen gefragt, den venösen Rückstrom wiederherzustellen. Auch dazu stehen verschiedene operative Methoden zur Verfügung. Zur Grundtherapie der chronischen Venenschwäche gehört immer eine korrekte Kompressionstherapie mit entsprechenden Bewegungsübungen - gleiches gilt für die Erkrankungen des Lymphgefäßsystems. Bei manchen Patienten mit arteriellbedingten Wunden wird zusätzlich eine Stosswellentherapie eingesetzt, um mit Hilfe von Elektro-Impulsen eine Verbesserung der Durchblutungsverhältnisse zu erreichen.

Beinwunden aufgrund von Erkrankungen der Blut- oder Lymphgefäße und das Diabetische Fußsyndrom zählen zu den häufigsten chronischen Wunden: Hier geht es immer auch darum, schnellstmöglich eine Wundverschluss zu erreichen, um den Verlust des Beines oder eine Blutvergiftung zu verhindern. Dazu leistet das Theresienkrankenhaus seinen Beitrag als Teil des Netzwerkes "DGfW-assoziierte Wundzentren".

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Dr. med. Matthias Heinrich Tenholt
Chefarzt
Facharzt für Chirurgie, Gefäßchirurgie, Phlebologie
Bassermannstraße 1
68165 Mannheim
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