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Szene aus einer allgemeinchirurgischen Operation
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Team & Kontakt

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Minimalinvasive Chirurgiezoom

Kompetenz durch technische Innovation und Erfahrung

Die Abteilung für Allgemeinchirurgie mit dem Schwerpunkt Viszeralchirurgie („viscera“ ist das lateinische Wort für Eingeweide) steht seit Anfang 2018 unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Peter Kienle.
Viele technische Innovationen, wie zum Beispiel die Schlüssellochchirurgie, haben in den letzten Jahren das chirurgische Handwerk revolutioniert, so dass auch größere Operationen in der Regel schonend und mit geringer Komplikationsrate durchgeführt werden können. Der Leiter der Abteilung und sein Team sind auf diese minimal invasive Technik spezialisiert, so dass ein Großteil der Operation mittlerweile so durchgeführt werden. Die Kunst der Chirurgie besteht aber weiterhin im verantwortungsvollen Abwägen von Nutzen und Risiko jeder operativen Behandlung.

Schwerpunkte der Abteilung sind:

  • Bösartige Tumore der Verdauungsorgane (Darmkrebs, Magenkrebs, Speiseröhrenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs,)
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Divertikulitis
    Beckenbodenerkrankungen (Darmvorfall, Entleerungsstörungen)
  • Gallenblasen-und Gallenwegserkrankungen
  • Bauchwandbrüchen (inklusive Leistenbrüche und Zwerchfellbrüche mit Refluxerkrankung)
  • Endokrine Operationen (Nebenniere, Schilddrüse, Nebenschilddrüse)

Intensive kollegiale Zusammenarbeit aller Fachgebiete und Berufsgruppen, interdisziplinäre Konferenzen zur Einzelfallbesprechung, kompetente Spezialsprechstunden (z.B. „CED“, „Beckenboden/Inkontinenz“, „Problemwunden“, „Zweite Meinung“), eine gut strukturierte, gründliche Aus- und Weiterbildung, die fortwährende interne und externe Qualitätssicherung, die hervorragende Geräteausstattung und eine moderne Schmerztherapie ermöglichen eine individuelle, fürsorgende Behandlung. Außerdem ist die Abteilung Allgemeinchirurgie Teil des zertifizierten Darmkrebszentrums, des Regionalen Traumazentrums am Theresienkrankenhaus und stellt außerdem eine Beratungsstelle der Deutsche Kontinenzgesellschaft


 
OP-Besprechungzoom

Behandlungs- und Versorgungsschwerpunkte

Chirurgie bösartiger Tumore

Chirurgie bösartiger Tumore der Verdauungsorgane
(Darmkrebs, Magenkrebs, Speiseröhrenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs)

Im Rahmen der interdisziplinären Tumorkonferenz werden jede Woche alle Tumorpatienten besprochen und eine dem heutigen Wissensstand entsprechende Therapie empfohlen. Insgesamt hat sich die Prognose der bösartigen Tumore des Verdauungstrakts in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert, zum Beispiel ist die Heilungsrate beim Endarmkrebs von ca. 50% auf ungefähr 70% angestiegen. Dieses liegt daran, dass je nach Tumorstadium unterschiedliche Therapien, zum Teil als Kombinationstherapien, und auch zum Teil zeitlich versetzt eingesetzt werden. Dieses erfordert eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Abteilungen, was in einem Haus der Zentralversorgung (zweithöchste Versorgungsstufe), wie es das Theresienkrankenhaus ist, gewährleistet wird. Die Chirurgie bietet in diesem Kontext einen wertvollen Beitrag, wobei der Einfluss auf die Heilung auch vom Stadium der Erkrankung abhängt. Generell gilt, je früher das Stadium, desto eher kann die Chirurgie (oder auch Endoskopie durch den Gastroenterologie) alleine heilen, je fortgeschrittener der Tumor desto mehr sind andere Therapieformen zusätzlich oder alleine notwendig (Chemotherapie, Strahlentherapie). Unsere Abteilung stehen alle gängigen technischen Möglichkeiten zur Verfügung. So wird auch in Kürze die sogenannte HIPEC-Behandlung einführen, bei der nach Entfernung von Tumor am Bauchfell eine Chemotherapie mit Hitze im Bauchraum bei fortgeschrittenen Tumoren appliziert wird.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
(Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Divertikulitis

Chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) sind seit Anfang des Jahres 2018 ein besonderer Schwerpunkt der Abteilung. Natürlich werden diese Erkrankungen in den meisten Fällen zunächst konservativ mit Medikamenten behandelt, dennoch müssen die Mehrheit der Patienten mit Morbus Crohn, und knapp 20% der Patienten mit Colitis ulcerosa, irgendwann operiert werden. Viele dieser Operationen können minimal invasiv, also nur mit kleinen Schnitten durchgeführt werden.

Durch die vielen neuen Medikamente auf dem Markt hat sich die Situation für Patienten mit CED (Chronisch entzündlichen Darmerkrankungen) verbessert, jedoch kommt es dadurch auch oft zu einer Verzögerung für notwendige Operationen. Daher ist eine enge Vernetzung mit den niedergelassenen Kollegen (Gastroenterologen, Internisten und Hausärzten) zwingend erforderlich. Dieses wird durch eine hohe Vortragsaktivität von Prof. Kienle und der Teilnahme an zahlreichen interdisziplinären Expertenrunden, sowie der engen Vernetzung von Ärzten, die Patienten mit CED schwerpunktmäßig medikamentöse behandeln, gewährleistet. Außerdem besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem End- und Dickdarm-Zentrum (EDZ) in Mannheim, um auch proktologische Probleme von Patienten mit CED professionell behandeln zu können.

Prof. Kienle beschäftigt sich seit 25 Jahren intensiv mit  Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Er wurde als einer von drei chirurgischen Sprechern der DCCV (Deutsche Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Vereinigung) ernannt. Zudem fungierte er in den aktuellen deutschen Leitlinien für Morbus Crohn (2014) und den bald erscheinenden neuen deutschen Leitlinien für Colitis ulcerosa, als Leiter für den Bereich Chirurgie.
Weit über 1000 größere Crohn-Resektionen, bei Morbus Crohn, und über 500 Pouch-Operationen, bei Colitis ulcerosa, wurden von Prof. Kienle in seiner langjährigen Tätigkeit durchgeführt. Zudem befasst er sich wissenschaftlich intensiv mit CED, hierzu wurde im Mai 2019 ein Studienzentrum am Theresienkrankenhaus von ihm gegründet.

Die Divertikulitis war schon lange Schwerpunkt der Abteilung, auch unter Dr. Schwall, dem geschätzten Vorgänger von Prof. Kienle. Schon Dr. Schwall stellte die Indikation zur operativen Therapie bei der Divertikulitis eng und wird mittlerweile durch viele aktuelle Leitlinien in seinem Vorgehen bestätigt. Dennoch gibt es auch weiterhin Indikationen für eine chirurgische Therapie, welche in der Regel mit Schlüssellochchirurgie erfolgt, die gut abgewogen werden sollten.

Gerne beraten wir Sie über die verschiedenen chirurgischen Optionen in unserer Sprechstunde (CED-Sprechstunde, auch für Kassenpatienten mit Überweisung bei Prof. Kienle möglich).


Beckenbodenerkrankungen

Beckenbodenerkrankungen (Darmvorfall, Entleerungsstörungen)

Eine Vielzahl von Menschen leiden unter Beckenbodenerkrankungen, wobei die Mehrheit gut konservativ behandelt werden kann. Einige Erkrankungen, wie zum Beispiel der drittgradige Endarmvorfall (Rektumprolaps III°), erfordern aber zwingend primär eine chirurgische Therapie. Hier existieren eine Vielzahl von etablierten Operationen, wobei die Entscheidung, welche Operation nun auszuwählen ist, durchaus schwierig sein kann und von der Erfahrung des Chirurgen abhängen. Im Theresienkrankenhaus werden alle gängigen Operation durchgeführt (Resektionsrektopexie, OP n. d’Hoore, OP nach Delorme, OP nach Altemeier, OP n. Wells).

Bei der Entleerungsstörung stehen die chirurgischen Maßnahmen ganz am Ende der Behandlungskaskade. Bei adäquater Indikationsstellung kann aber auch hier dann bei besonderen Situation mit einer Operation geholfen werden. Komplexe Probleme werden in unserem Kontinenz-Zentrum  mit den urologischen und gynäkologischen Partnern besprochen und dann ein interdisziplinäres Behandlungskonzept festgelegt.

Gerne beraten wir Sie über die verschiedenen Behandlungsoptionen in unserer Sprechstunde (Beckenbodensprechstunde, auch für Kassenpatienten mit Überweisung beim Chefarzt möglich, Kontinenz-Zentrum).

Gallenblasen-und Gallenwegserkrankungen

Ein Schwerpunkt des Krankenhauses ist die Versorgung von Patienten mit Gallenblasensteinen, -entzündungen und Gallenwegserkrankungen (>200 Eingriffe pro Jahr). Hier besteht eine enge Kooperation mit der Abteilung für Gastroenterologie.  Die überwiegende Mehrheit der Eingriffe wird mit Schlüssellochchirurgie durchgeführt.

Bauchwandbrüche

Bauchwandbrüche (inklusive Leistenbrüche, Narbenbrüche, Stomabrüche und Zwerchfellbrüche mit Refluxerkrankung)

Ein Schwerpunkt des Krankenhauses ist die Versorgung von Bauchwandbrüchen, wobei hier alle gängigen Verfahren angeboten werden.

Leistenbruch

  • offen mit Schnitt von der Leiste aus, ohne Netz (OP nach Shouldice) und mit Netz (OP nach Lichtenstein)
  • minimalinvasiv über den Bauch mit Netz, über den eigentlichen Bauchraum (TAPP), über Schaffung eines Raums zwischen Bauchfell und Bauchwand (TEP)

Narbenbruch

  • offen mit Schnitt, ohne (Fasziendopplung) und mit Netz (Sublayimplantation)
  • minimalinvasiv mit beschichtetem Netz als IPOM-Technik

Stomabruch:

  • offen mit Netz als Sandwich-Technik oder als Technik mit Schornstein, Umlegen des Stomas auf Gegenseite (Ausnahmeindikation)
  • minimalinvasiv mit Netz als Sandwich-Technik oder als Technik mit Schornstein

Zwerchfellbruch/Refluxerkrankung:

  • minimalinvasiv mit Rekonstruktion Zwerchfelldurchtritt (Pfeilerplastik) und Manschetten- (OP nach Nissen) oder Teilmanschettenbildung (OP nach Dor oder OP nach Toupet), bei großen Zwerchfelldefekt auch unter Einbringen eines Kunststoff- oder Bionetzes
  • sehr selten als offene OP, nur nach großen Voroperationen

Endokrine Operationen

Endokrine Operationen
(Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebenniere)

Alle gängigen Schilddrüsen-und Nebenschilddrüsenoperationen inklusive Tumoroperationen mit Entfernung der Lymphknoten am Hals werden durchgeführt. Standardmäßig wird ein sogenanntes Neuromonitorung (Ableiten eines Signals nach elektrischer Stimulation des Nervens) gemacht, mit der der Stimmbandnerv in der Operation identifiziert und damit potentiell besser geschont werden kann.

Nebennierenoperationen erfolgen minimal invasiv entweder über einen laparoskopischen Zugang über den Bauch oder über den Rücken, in Abhängigkeit davon ob schon Operationen über den Bauch vorher erfolgt sind.

Das Schlüssellochprinzip

Durch schonende Operationen nach dem Schlüssellochprinzip erholt sich der Patient schneller.

Wir wollen Patienten optimal und so schonend wie möglich versorgen. Daher verwenden wir bei operativen Eingriffen nach vorheriger Abstimmung das minimal-invasive Verfahren, das sogenannte Schlüssellochprinzip.

Der Name dieser Methode lässt sich von den kleinen Zugängen zum Bauchraum, die wegen ihrer Größe und Funktion an ein Schlüsselloch erinnern, ableiten. Die Mini-Schnitte dienen der schonenden Platzierung von Zugangsröhrchen (Trokare), die für den weiteren Operationsverlauf, für die Einführung der Optik und spezieller Instrumente notwendig sind. Die Bilder aus dem Körperinneren werden über eine Kamera auf einen Monitor für den Arzt außen sichtbar gemacht.

 

Chefarzt

Kienle, Peter

Chefarzt

Bassermannstraße 1
68165 Mannheim
Tel: 0621/424-4252
p.kienle@theresienkrankenhaus.de

Oberärzte

Magdeburg, Jörn Richard

Leitender Oberarzt

Bassermannstraße 1
68165 Mannheim
Tel: 0621/424-5253
r.magdeburg@theresienkrankenhaus.de

Kohler, Barbara

Oberärztin, Sektionsleiterin

Bassermannstraße 1
68165 Mannheim
Tel: 0621/424-4511
b.kohler@theresienkrankenhaus.de

Arlt, Gerrit

Oberarzt

Bassermannstraße 1
68165 Mannheim
Tel: 0621/424-4488
g.arlt@theresienkrankenhaus.de

Lihs, Ursula

Oberärztin

Bassermannstraße 1
68165 Mannheim
Tel: 0621/424-5939
u.lihs@theresienkrankenhaus.de

Beck, Benjamin

Oberarzt

Bassermannstraße 1
68165 Mannheim
Tel: 0621/424-4515
b.beck@theresienkrankenhaus.de

Fachärzte

Sekratariat

Chefarztsekretärin

Bassermannstraße 1
68165 Mannheim
Tel: 0621/424-4252
Fax:0621/424-4777
sek.ac@theresienkrankenhaus.de

Studienzentrum

Staiger, Kirsten

Studienbüro der Allgemein- und Viszeralchirurgie
Study Nurse

Bassermannstraße 1
68165 Mannheim
Tel: 0621/424-5809
Fax:0621/424-4909

Sprechstunden

Privatsprechstunde Chefarzt Prof. Dr. med. Peter Kienle
nach Vereinbarung
Telefon: (0621) 424-4252
Telefax: (0621) 424-4777

Oberarztsprechstunde für Patienten und Angehörige
Untersuchungszimmer Station 6A  und Station 7A
Dienstag und Donnerstag 16.30 - 17.30 Uhr

Leitstelle Allgemeinchirurgie
6. Stock (Neubau, Station 6A)
Montag, Dienstag und Donnerstag 9.00 - 15.00 Uhr
Mittwoch und Freitag 9.00 bis 14.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Spezialsprechstunden

  • Darmkrebs
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • Leisten- und Bauchwandbrüche
  • Divertikulitis, Refluxkrankheit
  • "Zweite Meinung"
  • Enddarmerkrankungen, Problemwunden, Stomaversorgung

Terminvereinbarung über die Leitstelle

 
 
 
 
 
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